Aktuell: Energetische Gebäudesanierung von Flüchtlingsunterkünften

Die Unterbringung von Flüchtlingen stellt Kommunen in Baden-Württemberg aktuell vor große Herausforderungen. Stillliegende Gebäude müssen in kürzester Zeit für die zum Teil mittel- bis langfristige Wohnnutzung ertüchtigt werden. Energetische Standards bleiben dabei, aufgrund fehlender zeitlicher und personeller Ressourcen, oftmals unberücksichtigt.

Um Kommunen auch bei der energetischen Gebäudesanierung zu unterstützen, bietet die Landesenergieagentur KEA in Kooperation mit dem Arbeitskreis Energiespar-Contracting im Verband für Wärmelieferung (VfW) jetzt ein individuelles Energie-Contracting-Angebot, mit dem sich Flüchtlingsunterkünfte gleichzeitig kurzfristig und nachhaltig energetisch sanieren lassen.

Unser Angebot im Detail
Das Energie-Contracting Angebot bietet gewerkeübergreifende Planung und Ausführung von Ertüchtigungsmaßnahmen einschließlich Bauleitung aus einer Hand. Im Leistungsumfang sind Wartung und Instandhaltung der umgebauten Anlagen sowie Nutzersensibilisierung enthalten. Der Contractor gewährt eine Effizienzgarantie über die gesamte Vertrags-Laufzeit. Diese beträgt zwischen drei und zwölf Jahren, auf Wunsch auch länger. Die Vergütung aller Leistungen erfolgt beispielsweise über Grundpreis (Finanzierung der baulichen Maßnahmen und Instandhaltung) und Arbeitspreis zur Abrechnung von Wärmeenergie.
Eine Vorfinanzierung durch die Kommune ist nicht erforderlich.

Welche Einsparmaßnahmen kommen in Frage?

  • Wärme- und Warmwassererzeugung
  • Leitungserneuerung Heizung
  • Sanitär und Elektro
  • Ertüchtigung und Erneuerung von Bädern und Heizkörpern/Heizkörperventilen
  • Abdichtung/Erneuerung von Fenstern
  • Dämmung Dachgeschoss
  • u.v.m.

Wie beginnt das Energie-Contracting?
Die KEA stellt in Absprache mit der Kommune einen qualifizierten Projektentwickler zur Seite, der das Projekt von der Idee an bis zum Vertragsschluss (und darüber hinaus) mit einem Contractor begleitet. Dieser nimmt die Energie- und Gebäudedaten auf, entwickelt ein Energiekonzept und erstellt eine bedarfsgerechte funktionale Ausschreibung für die integrale Umsetzung der Maßnahmen durch einen Contractor.

Stehen Fördermittel zur Verfügung?
Ja, hierfür stehen umfangreiche Fördermittel zur Verfügung. Die Projektentwicklungskosten können zu bis zu 90 Prozent durch das InEECo-Programm gefördert werden. Hinzu kommen Förderangebote der BAFA für eine Orientierungsberatung (bis zu 2.000 Euro) bzw. Ausschreibungsberatung (bis zu 2.000 Euro). Die KEA unterstützt Sie bei der Beantragung. 

Wie läuft die Umsetzung ab?
Aufgrund der langjährigen Erfahrung mit Contractingprojekten
sind die Umsetzungszeiträume sehr kurz.
Der Ablauf entspricht dabei den gängigen Standards:

  • Erstellung der Ausschreibungsunterlagen
  • Bieterwettbewerb
  • Vertragsgestaltung und -abschluss
  • Maßnahmenumsetzung

Was sind die Vorteile für die Kommune?
Beim Ziel, Gebäude für Flüchtlingsunterkünfte gleichzeitig schnell und effizient energetisch zu ertüchtigen, bietet das aktuelle Energie-Contracting-Angebot zahlreiche Vorteile für die Kommune:

  • Zeitersparnis: Wartung und Instandhaltung der Anlagen und Maßnahmen übernehmen fachkundige Unternehmen für Sie. Sie können Ihre personellen Kapazitäten wichtigen kommunalen Aufgaben widmen.
  • Kosteneffizient: Ein kontinuierliches Verbrauchs-Controlling sichert dauerhaft niedrigere Betriebskosten der Flüchtlingsunterkunft.
  • Volle Kontrolle: Sie erhalten einen jährlichen Effizienznachweis
  • Vertrauensvoll: Die Projektentwickler, beispielsweise die Landesenergieagentur KEA oder regionale Energieagenturen, sind ausschließlich dem Ziel der Energieeffizienz und dem Klimaschutz verpflichtet. Kommunen können darauf vertrauen, dass sie professionell und unabhängig begleitet werden.

Rufen Sie an. Wir informieren Sie gerne!

Aktuelles Angebot für Kommunen
in Zusammenarbeit mit dem AK ESC im VfW

© 2016 KEA
Sitemap
Drucken
Datenschutz
Impressum